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Geschichte des Waldglases

In früheren Zeiten war Glas ein gesuchtes Luxusgut, das sich nur Reiche und Adlige leisten konnten. Ab dem 15. Jahrhundert beanspruchte auch der wohlhabende Bürger Glaswaren wie z.B. Fenster, Spiegel, Flaschen und Trinkgefäße. Die Nachfrage stieg ständig. Um der Brandgefahr zu begegnen, durfte in den Städten kein Glas hergestellt werden. So wurde die Produktion in den Wäldern angesiedelt - es entstanden die Waldglashütten. Typisch für Waldglas ist die grünliche Farbe, die durch das im Quarzsand enthaltene Eisenoxid zustande kommt. Obwohl die Waldgläser meist Gebrauchsgläser waren, zeichnen sie sich durch eine Vielfalt von Formen und Verzierungen aus.

Diese wurden aus Glasfäden oder Glastropfen entwickelt. Die Glasfäden waren glatt oder wurden mit einer Zange gekniffen. Aus Glastropfen formte der Glasmacher verschiedene Nuppen (Flach-, Warzen- oder Beerennuppen), die auf die Gläser aufgesetzt wurden. Da sich die Glasbläser bei der Herstellung durch die Tier- und Pflanzenwelt inspirieren ließen, wurden die Gefäße auch mit Tierrüsseln und Tierköpfen in Form von Bären oder Stieren verziert.

Tafel mit verschiedenen Beerennuppen
Apothekerfläschchen (sog. Blätterlein)